Gynäkologische Beschwerden

Gynäkologische bzw. Unterbauch-Beschwerden

Bei gynäkologischen Beschwerden biete ich eine umfassende Diagnostik und Therapie, abgestimmt auf das jeweilige Krankheitsbild und Ihre individuellen Bedürfnisse.

Häufige gynäkologische Krankheitsbilder sind beispielsweise:

Infektionen:

Gynäkologische Infektionen bzw. Infektionen im Bereich der Harnwege sind sehr häufig und können beispielsweise mit vermehrtem, vaginalen Ausfluss, vaginalem Juckreiz (z.B. bei Pilzerkrankung), aber auch mit Unterbauchschmerzen (z.B. Eileiter- bzw. Eierstockentzündung), Schmerzen beim Harnlassen (Harnwegsinfekt) usw. einhergehen. Ich bin bei all diesen Beschwerden Ihre kompetente Ansprechpartnerin.

Kontaktieren Sie uns bei akuten Beschwerden – nach Möglichkeit versuchen wir für Sie kurzfristig einen Termin einzuschieben.

Zyklusstörungen:

Der Zeitraum vom ersten Tag der Menstruation bis zum letzten Tag vor der nächsten Menstruation wird als Zyklus bezeichnet. Ein Zyklus dauert ungefähr 28 Tage. Der Abstand zwischen zwei Regelblutungen sollte relativ konstant sein.

Falls bei Ihnen Abweichungen vom normalen Monatszyklus d.h. ein verändertes Intervall zwischen den Blutungen oder eine veränderte Blutungsstärke auftreten sollten Sie auf jeden Fall die gynäkologische Praxis aufsuchen. Eine genaue Anamnese und Diagnostik bezüglich der Ursachen der Blutungsstörung (organisch, hormonell) ist essentiell, um für Sie die optimale Therapie zu finden.

Eierstockzysten:

Eierstockzysten sind ein sehr häufiger Befund bei Frauen – es handelt sich dabei meist um gutartige Veränderungen. Häufig sind Zysten ein Zufallsbefund im vaginalen Ultraschall, die der Patientin keine Beschwerden bereiten. Das weitere Management richtet sich nach der Beschwerdesymptomatik, dem Erscheinungsbild der Zyste, sowie nach dem Alter der Patientin.

Zysten am Eierstock sind ballonartige Auftreibungen, die im Inneren mit Flüssigkeit gefüllt sind – diese Flüssigkeit ist meist klar bis gelblich. Eierstockzysten können beispielsweise folgende Symptome verursachen:

  • Blutungsstörungen
  • Unterbauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Beschwerden beim Urinieren

Selten können sich vor allem sehr große Eierstockzysten, beispielsweise beim Sport, drehen und Blutgefäße abklemmen. Es kommt dann mitunter zu akut einsetzenden starken Unterbauchschmerzen und einer Druckempfindlichkeit des Bauches. Bei dieser Symptomatik ist in der Regel eine Akutoperation notwendig!

Funktionelle Eierstockzyste:

Eierstöcke haben generell zwei Funktionen: Einerseits produzieren sie Hormone, andererseits reifen in den Eierstöcken bei geschlechtsreifen Frauen Eibläschen (= Follikel) heran. In der Mitte des Zyklus einer Frau (etwa um den 14. Zyklustag) kommt es normalerweise zum Eisprung. Hormonstörungen, die meist vorübergehend sind, können bedingen, dass das Eibläschen in der Zyklusmitte nicht platzt, sondern zu einer Zyste heranwächst. Man spricht in diesem Fall von sog. funktionellen Zysten. Solche Eierstockzysten bilden sich in der Regel auch ohne Behandlung im Laufe von wenigen Wochen von selbst zurück.

Endometriosezyste:

Dabei siedelt sich Gebärmutterschleimhaut nicht nur innerhalb der Gebärmutter, sondern auch im Bereich der Eierstöcke an. Diese Schleimhaut blutet ebenfalls monatlich, weil dieses Blut jedoch nicht abfließen kann, bilden sich Zysten, die mit altem Blut gefüllt sind (sogenannte „Schokoladenzysten“).

Dermoidzyste: (Teratom, „Zwilling“)

Dabei handelt es sich um einen gutartigen Keimzelltumor: das typische Merkmal dieser Zyste ist, dass sich im Inneren der Zyste komplett entwickeltes Gewebe (z.B. Haut, Haare, Zähne usw.) befinden kann.

In seltenen Fällen können auch bösartige Veränderungen hinter einer Eierstockzyste stehen – daher ist eine genaue Diagnostik bzw. Verlaufskontrolle mittels (Farbdoppler)-Ultraschall, Labor und bei Bedarf operativer Abklärung mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie) von höchster Priorität.

Myome:

Myome sind in den (häufigsten Fällen) gutartige Muskelknoten in der Gebärmutter und kommen vor allem im gebärfähigen Alter vor (meist ab dem 30. Lebensjahr). Sie sind bei beschwerdefreien Patientinnen häufig Zufallsbefunde im Ultraschall, können jedoch je nach Größe bzw. Lokalisation auch Beschwerden hervorrufen.

Folgende Symptome könne beispielsweise im Zusammenhang mit Myomen auftreten:

  • Zwischenblutungen
  • Verlängerte und/oder ungewohnt schmerzhafte Menstruationsblutung
  • Unterbauchschmerzen
  • Wiederholte Fehlgeburten
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Vermehrter Harndrang
  • Verstopfung

In den Wechseljahren nimmt das Myomwachstum zumeist aufgrund der fehlenden Hormonstimulation ab, die Größe der Muskelknoten kann sich sogar verringern.

Es ist ratsam, Myome regelmäßig (mittels Ultraschall) zu kontrollieren, je nach Beschwerdesymptomatik kann auch eine Therapie (z.B. Medikamente, Operation, usw.) nötig sein – ich berate Sie gerne über mögliche Therapieoptionen.

Endometriose:

Von dieser Erkrankung spricht man, wenn Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter im Bauchraum vorkommt, beispielsweise am Eileiter, Eierstock, im Bereich der Scheide, am Darm oder im Bereich der Harnblase.

Mögliche Symptome bei Endometriose sind:

  • Menstruatiosschmerzen
  • Chronische Unterbauchschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Beschwerden beim Harnlassen (bei Blasenbeteiligung)
  • Beschwerden bei der Darmentleerung (bei Darmbeteiligung)
  • Unerfüllter Kinderwunsch

Die Diagnose erfolgt durch ein ausführliches Anamnesegespräch, gynäkologische Tastuntersuchung, Ultraschall und gegebenenfalls per Bauchspiegelung. Angepasst an Ihre individuellen Bedürfnisse gebe ich Ihnen eine Therapieempfehlung unter Berücksichtigung von der subjektiven Beeinträchtigung, Ihrem Alter, der Familienplanung und vom Schweregrad der Erkrankung.