Zysten

Eierstockzysten:

Eierstockzysten sind ein sehr häufiger Befund bei Frauen – es handelt sich dabei meist um gutartige Veränderungen. Häufig sind Zysten ein Zufallsbefund im vaginalen Ultraschall, die der Patientin keine Beschwerden bereiten. Das weitere Management richtet sich nach der Beschwerdesymptomatik, dem Erscheinungsbild der Zyste, sowie nach dem Alter der Patientin.

Zysten am Eierstock sind ballonartige Auftreibungen, die im Inneren mit Flüssigkeit gefüllt sind – diese Flüssigkeit ist meist klar bis gelblich. Eierstockzysten können beispielsweise folgende Symptome verursachen:

  • Blutungsstörungen
  • Unterbauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Beschwerden beim Urinieren

Selten können sich vor allem sehr große Eierstockzysten, beispielsweise beim Sport, drehen und Blutgefäße abklemmen. Es kommt dann mitunter zu akut einsetzenden starken Unterbauchschmerzen und einer Druckempfindlichkeit des Bauches. Bei dieser Symptomatik ist in der Regel eine Akutoperation notwendig!

Funktionelle Eierstockzyste:

Eierstöcke haben generell zwei Funktionen: Einerseits produzieren sie Hormone, andererseits reifen in den Eierstöcken bei geschlechtsreifen Frauen Eibläschen (= Follikel) heran. In der Mitte des Zyklus einer Frau (etwa um den 14. Zyklustag) kommt es normalerweise zum Eisprung. Hormonstörungen, die meist vorübergehend sind, können bedingen, dass das Eibläschen in der Zyklusmitte nicht platzt, sondern zu einer Zyste heranwächst. Man spricht in diesem Fall von sog. funktionellen Zysten. Solche Eierstockzysten bilden sich in der Regel auch ohne Behandlung im Laufe von wenigen Wochen von selbst zurück.

Endometriosezyste:

Dabei siedelt sich Gebärmutterschleimhaut nicht nur innerhalb der Gebärmutter, sondern auch im Bereich der Eierstöcke an. Diese Schleimhaut blutet ebenfalls monatlich, weil dieses Blut jedoch nicht abfließen kann, bilden sich Zysten, die mit altem Blut gefüllt sind (sogenannte „Schokoladenzysten“).

Dermoidzyste: (Teratom, „Zwilling“)

Dabei handelt es sich um einen gutartigen Keimzelltumor: das typische Merkmal dieser Zyste ist, dass sich im Inneren der Zyste komplett entwickeltes Gewebe (z.B. Haut, Haare, Zähne usw.) befinden kann.

In seltenen Fällen können auch bösartige Veränderungen hinter einer Eierstockzyste stehen – daher ist eine genaue Diagnostik bzw. Verlaufskontrolle mittels (Farbdoppler)-Ultraschall, Labor und bei Bedarf operativer Abklärung mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie) von höchster Priorität.